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Project 1:
Low-income housing in Trivandrum / India
Aufgabe ist die Neubebauung eines ca 5 ha großen Geländes in Trivandrum, der Hauptstadt von Bundesstaat Kerala in Süden Indien. Das Gebiet gehört zum zweitgrößten Slum der Stadt und wird von der Karimadom colony eingenommen. Auf dem zu beplanenden Gelände wohnen zur Zeit 600 Haushalte und 3000 Einwohner, die alle auf dem Grundstück wieder angesiedelt werden sollen.
Die gegenwärtige Siedlung auf dem Grundstück weist große infrastrukturelle Probleme auf: Ein Abwassersystem selbst existiert nicht, jedoch trennt ein Abwasserkanal, in dem sich auch der Müll sammelt, die Siedlung. Der Kanal endet in einem Klärteich, zu dem ein antiker Wassertank unfunktioniert wurde, und der ein gesundheitliches Risiko für die Siedlung birgt. Die meisten Häuser haben illegale Wasser- und Elektroanschlüsse. Die Wasserversorgung erfolgt über zentrale Zapfstellen und gemeinsame Toiletten und Duschen für je 20 Personen (10 Frauen u. 10 Männer). Der Müll wird auf der offenen Strasse gekippt und periodisch von Lastwägen aufgesammelt. Es fehlen Spielflächen für Kinder und ein Versammlungsraum. Jedoch ist positiv, dass ein Kindergarten für 60 Kinder mit zwei Klassenräumen existiert. Diese Räume werden auch für Versammlungen genutzt wird.
Die Bevölkerung besteht fast in gleichem Anteil aus Hindus, Muslimen und Christen. Ein starker Gemeinschaftssinn existiert unter der Bevölkerung und ist das Potential der Siedlung. Die Familien haben meist zwischen 2 bis 9 Kindern und mehrere Familien teilen sich eine Unterkunft. In beschränktem Umfang bestehen Einkommensmöglichkeiten auf dem nahegelegenen Markt, die Männer arbeiten als Lastträger in Bahnhof. Manche Frauen betreiben kleine Läden neben dam Haus. Andere Einkommensquellen sind Vieh- und Geflügelhaltung und der Verkauf von Agrarprodukten und Blumen.
Für die Bearbeitung des Entwurfs ergeben sich daraus die folgenden Anforderungen:
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Entwicklung einer dichten
städtebaulichen Struktur, die ein menschenwürdiges Wohnen für die
600
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Einfühlsame und
identitätsstiftende Berücksichtigung der demographischen und
kulturellen
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Eine Mischnutzung, die nicht
nur das Wohnen, sondern auch kleingewerbliche Aktivitäten der
Bewohner
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Freihalten von Flächen für
Nahversorgungseinrichtungen und Infrastruktur im Umfang wie für die - Verwendung von Baumaterialien und Bauweisen, die dem lokalen Klima und den Ressourcen entsprechen.
Leistungen: - Analyse und Konzept - Städtebaulicher Entwurf M1:500 - Vertiefung der Wohnstruktur, Teilausschnitt M 1:200 (Grundrisse, Schnitte, Ansichten) - Geländeschnitt - Modell in angemessenem Maßstab - Internetfähige digitale Präsentation
Termine:
Credits: 12 ECTS, Anerkennung als Städtebauentwurf
Betreuung: Prof. Dr. Kosta Mathéy; Dipl.- Ing. Daphne Frank
Project 2: Scanning Yazd: Wohnen in der Altstadt von Yazd / Iran
Aufgabe ist die Erstellung eines Konzeptes + Entwurf für eine Wohnsiedlung auf einem Grundstück im Stadtbezirk Ilchi Khan in der Altstadt von Yazd – in der Nähe der historischen Freitagsmoschee und des Bazars. Die Bauten müssen Erdbebenresistent sein, die klimatischen Rahmenbedingungen berücksichtigen, lokale Materialien verwenden, sich dem städtebaulichen Umfeld einpassen und dennoch eine zeitgenössische Architektursprache erkennen lassen.
Situation: Die Stadt Yazd liegt in einem flachen Tal im Zentrum Irans in einer Höhe von ca. 1200 m und blickt auf eine 5000 jährige Geschichte zurück. Durch ihre abgeschiedene Lage am Rand der Kavir-Wüste wurde Yazd über die Jahrhunderte weitgehend vor Zerstörung bewahrt. An der Seidenstraße gelegen wird die Stadt auch in Marco Polos berühmtem Reisebericht erwähnt. Die besonderen klimatischen Bedingungen bedeuten 64mm jährlichen Niederschlag (im Vergleich Bochum 810mm), Temperaturen von –5°C bis über 45°C (Jahresdurchschnitt 19°C), 15 Frosttage pro Jahr, weiters 3399 Stunden Sonnenschein im Jahr. Mit ihren zahlreichen Windtürmen und Wasserzisternen stellt die zum größten Teil in Lehmbauweise errichtete Stadt ein Beispiel für intelligente, optimal an das lokale Klima angepasste Architektur dar. Problematik: Innerhalb von nur 25 Jahren hat sich die Bevölkerung von 1978 bis 2003 auf 450.000 Einwohner mehr als verdreifacht und nimmt weiter zu. Einerseits wächst dadurch das neue Yazd unaufhaltsam weiter – seine Größe beträgt bereits ein Mehrfaches der Fläche der historischen Stadt und umschließt diese zur Gänze –, andererseits verwaisen immer mehr Häuser in der historischen Altstadt wegen ihren Anpassungsschwierigkeiten an moderne Lebensweisen, weil sie z.B. für die heutigen kleineren Familienstrukturen zu groß bzw. zu teuer sind , weil die alten Gassen mit Autos nicht befahrbar sind usw. Die Anerkennung des alten Yazd als UNESCO-Weltkulturerbe ist zwar bereits beantragt, aber die Frage nach einer Integration des historischen Stadtkerns in die zeitgenössische Stadtentwicklung ist weitgehend unbeantwortet.
Um das Straßenbild zu erhalten sorgt sich die Stadtverwaltung bisweilen für die Erhaltung der Umfassungsmauern der Häuser in der Altstadt, doch die Gebäude dahinter verfallen in der Regel. Neben der Restaurierung einiger ausgewählter Gebäude (auch für den Tourismus) hat auch die Ansiedlung der Faculty of Art & Architecture der Yazd University in der Altstadt, sowie die punktuelle Wiederbelebung des historischen Bazars für teilweise Wiederbelebung gesorgt.
Ziel: Die Häuser im Planungsgebiet sind seit einigen Jahren verlassen und befinden sich in einem sehr schlechten Bauzustand, sie werden jedoch von der Stadtverwaltung als nicht entsprechend „wertvoll“ eingeschätzt, um renoviert zu werden. Das Ziel ist es nun, zeitgenössische Konzepte für Wohnsiedlungen auf diesem Grundstück zu entwerfen, die sich in die historische Stadtstruktur einfügen und gleichzeitig die Anforderungen an modernen Wohnbau erfüllen.
Das Entwurfprojekt ist an einen internationalen Workshop vor Ort im Dezember gekoppelt, mit Teilnehmern der Universität Yazd, der TU Darmstadt, der TU München, der Universität Ferrara, und der TU Wien . Bis auf die Flugkosten (ca. 500) sind alle Reisekosten im Iran durch das EU-Kulturförderprogrammes Kultur 2000 gedeckt. Voraussetzungen: Studierende des FB Architektur, min. ein abgeschlossener Oberstufenentwurf, gute Englischkenntnisse
Erstes Treffen: Donnerstag 19. Oktober 2006 10.00 Uhr im FG PAR
Korrekturen jeweils Donnerstags ab 10.00 Uhr. Abgabe 15 Feb. 2007
Credits: 12 ECTS, Anerkennung als Hochbauentwurf
Betreuung: Dipl.- Ing. Masoomeh Mostaan plus Gastdozenten
PROJECT 3: Städtebaulicher Ferien-Entwurf: Sustainable Habitat Design in Urban Context Lecturers: Prof. Dr. Kosta Mathéy; Prof. Baldishna Doshi Arch. Yadin Pandya, NN. Contents: As already in 2005 and 2006, a two-month intensive design workshop is being offered again in co-operation with the Indian Vastu-Shilpa Foundation for Studies and Research in Environmentally Design this year. The workshop will take place in February-March 2006 in Ahmedabad, India. Successful participation in the workshop (excursion, seminar, design workshop) will be accredited 12 ECTS equal to one design project.
Design issues: Design innovations for the improved quality of life / Optimal designs with minimum resource demands / Reinterpreting the traditional for their contemporary relevance / Design strategy for urban insert as well as blank site development / Conservstion-Adaptive reuse-New construction / Quantitative and qualitative challanges of the builtform / High density mass housing / The role and resolution of the unbuilt
Termine: Information meeeting Tuesday 17th. of October 2006, 14:30 hrs. PAR seminar room, Course in India: 18th (Sunday) February - 17th (Tuesday) April 2007. Financial support by the DAAD is expected.
Credits: Für den erfolgreich abgeschlossenen Entwurf werden 12 ECTS angerechnet. Abgabe: 1. Woche im SS 07
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